

Mein Weg
Ich war das Kind, das glaubte, nicht gut genug zu sein.
Heute helfe ich Kindern und Eltern, ihre wahre Kraft zu entdecken.
Mit der Kraft ihrer Gedanken.
Hintergründe
Erfahrungen
Meine Geschichte begann unter besonderen Umständen.
Als Frühchen kam ich per Kaiserschnitt zur Welt und verbrachte die ersten sieben Tage meines Lebens medizinisch versorgt in einem Brutkasten, ohne Kontakt zu meiner Mutter.
Meine bewusste Geschichte begann später - mit einem Gedanken über mich selbst. Ein Gedanke, der auch bei vielen Eltern und Kindern, mit denen ich heute arbeite, zum prägenden Selbstbild wird.
Ich war etwa acht Jahre alt, als meine Mutter im Gespräch mit einem Lehrer sagte:
„Maurice ist kein Theoretiker, sondern ein Praktiker.“
Meine Mutter wollte mich mit dieser Aussage in Schutz nehmen.
Ich verstand jedoch etwas anderes: „Ich bin zu dumm.“
Dieses Gefühl war nicht neu. Schon zuvor hatte ich oft den Eindruck, anders zu sein. Ich stellte viele Fragen, dachte viel nach und wollte Dinge verstehen, die für andere keine Rolle spielten.
Nicht selten wurde ich dafür belächelt oder nicht ernst genommen.
So wurde aus dem Satz „Ich bin zu dumm“ meine innere Überzeugung.
Sie prägte mein Selbstbild, beeinflusste, wie ich lernte, was ich mir zutraute und wie ich handelte.
So formte sich meine Realität.
Nach der Grundschule wechselte ich mit Empfehlung auf ein Gymnasium mit Französisch als Unterrichtssprache.
Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich mit den Anforderungen nicht zurechtkam.
Bis dahin war mir Lernen meist zugefallen. Ich hatte nie gelernt, mir Inhalte selbst zu erarbeiten.
Der schulische Stoff und die Hausaufgaben überforderten mich.
In der sechsten Klasse musste ich auf die Realschule wechseln. Dort hatte ich plötzlich Englisch statt Französisch. Ich hinkte fachlich hinterher, auch in den anderen Fächern verschlechterten sich meine Leistungen. Schließlich musste ich das Schuljahr wiederholen.
Doch auch das brachte keine Wende. Ein wirklicher Zugang zum Lernen entstand nicht. Am Ende wechselte ich auf die Hauptschule, wo ich meinen Abschluss machte.
In dieser Zeit entwickelte ich Tics, Zwänge, Ängste und Schlafprobleme. Damals verstand ich sie nicht im Zusammenhang mit meiner Geburt oder der Schule, sondern nahm sie als weiteren Beweis dafür, dass mit mir etwas nicht stimmte. Erst viel später konnte ich einordnen, dass sie in einer Phase entstanden waren, in der ich dauerhaft überfordert war und in der mir die Möglichkeit zur Selbstregulation fehlte.
Nach dem Hauptschulabschluss arbeitete ich in unterschiedlichen Bereichen: im Stahlbau, in der CNC-Dreherei, im Garten- und Landschaftsbau, im Lager, beim Paketdienst, an der Tankstelle, später auch in der Toilettenreinigung.
Ich hatte Jobs, um Geld zu verdienen.
Irgendwann stellte sich der Gedanke ein:
„Wenn ich schon wenig verdiene, sollte ich etwas tun, das mir Freude bereitet.“
In diesem Zusammenhang erinnerte ich mich daran, dass ich mit zwölf begonnen hatte, Trompete zu spielen. Die Musik selbst machte mir Freude - ebenso der Umgang mit Jüngeren und das Unterstützen beim Üben.
Folglich entschied ich mich meinen Realschulabschluss an einer Tagesschule nachzuholen und bestand mit 1,0. Zum ersten Mal erlebte ich, dass Lernen Sinn ergab, wenn man mit Freunde an einem Ziel arbeitete.
Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass Lernen für mich lange nahezu ausschließlich über Schule definiert war und mich dadurch blockiert hatte.
Erst später begann ich, Lernen anders zu verstehen: als freiwilligen Prozess, um mir selbst näherzukommen und mich weiterzuentwickeln - auf meine eigene Art.
In dieser Zeit begann ich auch, genauer auf Menschen zu achten. Mich beschäftigte zunehmend, warum Menschen nicht immer sagen, was sie meinen, warum sie lügen oder Rollen einnehmen - und ob die Art, wie Menschen mir begegneten, etwas mit mir zu tun hatte oder mit ihnen selbst.
Mit 24 Jahren bewarb ich mich schließlich an der Musikhochschule und wurde im Rahmen einer Sonderregelung für besondere künstlerische Fähigkeiten ohne Abitur aufgenommen.
Eine prägende Erfahrung machte ich im Unterricht bei Professorin Nancy Gildner. Nach dem Vortrag eines Stückes sagte sie:
„Maurice, aus Ihnen wird einmal ein ganz hervorragender Musiker.“
Dieser Satz veränderte etwas Tiefgreifendes in mir, denn zum ersten Mal entstand in mir das Gefühl, etwas zu können und als Mensch wahrgenommen zu werden.
Ein weiterer Wendepunkt ergab sich durch die Begegnung mit der Dozentin Elke Dommisch. Sie empfahl mir, Hochsensibilität und Hochbegabung fachlich prüfen zu lassen. Beides bestätigte sich.
Diese Erkenntnis hatte weitreichende Folgen. Ich verstand, dass meine schulischen Schwierigkeiten nicht mit Ausdruck mangelnder Fähigkeit oder Intelligenz zusammenhingen, sondern damit, dass vieles, was von mir verlangt wurde, für mich keinen Sinn ergab. Lernen ohne Zusammenhang war für mich bedeutungslos.
In dieser Phase verstand ich außerdem, welche große Wirkung unsere Überzeugungen hatten. Unser Leben ist das Ergebnis unserer Gedanken - oder: „du bist, was du denkst“.
Mein Weg in die Begleitung von Kindern und Familien
Schon im ersten Semester meines pädagogischen Studiums unterrichtete ich Kinder, meist ab etwa sechs Jahren.
Im Studium selbst konnte ich mit vielen Inhalten der Vorlesungen wenig anfangen. Sie blieben theoretisch und hatten kaum Bezug zur konkreten Arbeit mit Kindern. Deshalb begann ich, Verantwortung für meinen eigenen Lernprozess zu übernehmen.
Neben dem Unterricht mit den Kindern arbeitete ich intensiv an mir selbst: mit meinem Instrument, mit meinen Denk- und Reaktionsmustern, mit Leistungsdruck und Selbstzweifeln. Die Arbeit an der Trompete verlangte Konzentration, Ausdauer und die Fähigkeit, unter Druck bei mir selbst zu bleiben - und zeigte mir zugleich meine Grenzen. Oft übte ich bis tief in die Nacht auf meinem Instrument, bis ich aufgrund von Schmerzen aufhören musste.
Trotz meines Einsatzes stellte ich fest, dass andere schneller vorankamen. Sie spielten auf einem Niveau, das mir trotz harter Arbeit schwerfiel. Manche wirkten, als müssten sie dafür kaum etwas tun.
Mir fiel auf, dass es in vielen Bereichen Menschen gab, die scheinbar mühelos herausragten. Diese Beobachtung ließ mich nicht los, und ich suchte nach einer Erklärung. Ich fand heraus, dass es nicht allein um Anstrengung ging, sondern darum, die eigenen Begabungen zu erkennen und Zugang zu ihnen zu finden.
Das stellte vieles von dem infrage, was ich aus der Schule kannte. Lernen hatte dort bedeutet, Inhalte auf Vorrat auswendig zu lernen, Noten zu sammeln und sich vergleichen zu lassen. Es ging selten darum, herauszufinden, worin jemand tatsächlich stark ist.
Vor diesem Hintergrund stellte ich mir die Frage, die für meinen weiteren Weg entscheidend wurde:
„Worin liegt meine eigentliche Stärke - unabhängig von Anstrengung?“
Ich merkte: Selbst nach wenig Schlaf, unter Druck oder Erschöpfung blieb mir eines zugänglich. Menschen zu verstehen. Zu erkennen, wie sie denken, wie sie fühlen und handeln - und warum sie an bestimmten Stellen feststecken.
Von da an begann ich, meinen Unterricht systematisch zu hinterfragen. Nach jeder Stunde stellte ich mir folgende Fragen:
- „Was habe ich gesagt?“
- „Wie hat das Kind reagiert?“
- „Was hat funktioniert / nicht funktioniert und warum?“
Ich lernte aus den Reaktionen der Kinder und Eltern. Dabei wurde mir klar: Fachwissen allein reichte nicht aus. Entscheidend war, ob ich das Gegenüber wirklich verstand.
Mit der Zeit sprach sich herum, dass ich dort weiterkam, wo andere an Grenzen stießen.
Immer häufiger arbeiteten Schüler mit mir, die bei anderen Lehrern nicht vorangekommen waren. Später wandten sich auch Kommilitonen an mich und baten mich um Rat.
Der Wendepunkt
Irgendwann wurde mir klar, dass ich mehr bewirken wollte als guten Musikunterricht zu geben.
Ich sah, wie viele Kinder mit Ängsten, Unruhe oder Rückzug zu kämpfen hatten und wie wenig Orientierung Eltern oft hatten. Mir ging es zunehmend darum, Leid zu verringern und Eltern mein Wissen weiter zu geben, mit dem sie ihre Kinder in einem komplexen und oft überfordernden Umfeld besser unterstützen können.
In diesem Zusammenhang begann ich, mit zwei Kindern aus meinem Unterricht zu arbeiten, die seit längerer Zeit unter Einschlafschwierigkeiten litten.
Intuitiv arbeitete ich mit der Vorstellungskraft, dem Visualisieren. Einige Wochen später meldeten sich beide Elternpaare unabhängig voneinander: Die Kinder schliefen wieder regelmäßig und zur gleichen Zeit ein.
Von da an verlagerte sich mein Schwerpunkt.
Das Musizieren und die Trompete traten in den Hintergrund. Ich entschied mich bewusst, meine Energie nicht länger in das Instrument zu investieren, sondern in die Arbeit mit Kindern und Eltern.
Etwa ein Jahr lang unterrichtete ich noch weiter, während ich parallel begann, meine Tätigkeit neu auszurichten. In dieser Zeit bereitete ich den Schritt in meine zweite Selbstständigkeit vor, arbeitete zunehmend mit Kindern und Eltern und ließ den reinen Instrumentalunterricht schließlich ganz hinter mir.
In diesem Prozess entstand der Kern meiner heutigen Arbeit und so entwickelte sich auch der Name meiner Brand: KraftDeinerGedanken.
Meine Arbeit
Meine Arbeit ist die Fortsetzung dessen, was sich in meinem eigenen Leben und später im Kontakt mit Kindern gezeigt hat.
Sie verbindet psychologische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit einem systemischen und biologischen Verständnis menschlicher Entwicklung sowie der Arbeit mit der Visualisierung. Maßgeblich ist dabei immer die konkrete Situation und der Mensch, der vor mir sitzt.
In der Begleitung von Kindern zeigt sich immer wieder, dass das, was als problematisches Verhalten beschrieben wird, lediglich die sichtbare Ebene darstellt. Verhalten selbst liefert keine Erklärung, sondern verweist auf Bedingungen, unter denen es entstanden ist. Dazu zählen frühe Erfahrungen, Beziehungserfahrungen und aktuelle Belastungen.
Deshalb steht für mich nicht das Verhalten im Vordergrund, sondern das Verstehen. Ich begegne Kindern nicht mit Vorgaben oder Korrekturen, sondern mit Aufmerksamkeit, Zeit und echtem Interesse an ihrer Wirklichkeit.
Veränderung entsteht dort, wo ein Kind sich verstanden fühlt und Orientierung findet.
Meine Vision
Wie wir mit Kindern sprechen, handeln und reagieren, ist maßgeblich von unserer eigenen Geschichte geprägt.
Deshalb beginnt Entwicklung bei den Erwachsenen. Wenn sie sich ihrer eigenen Prägungen bewusst werden und Verantwortung übernehmen, verlieren viele kindliche Schwierigkeiten ihre Grundlage.
„Hinterfrage deine eigenen Überzeugungen, denn die meisten entsprechen nicht der Wahrheit.“
Herzlichst,
Maurice


Mein Weg
Ich war das Kind, das glaubte, nicht gut genug zu sein.
Heute helfe ich Kindern und Eltern, ihre wahre Kraft zu entdecken.
Mit der Kraft ihrer Gedanken.
Hintergründe
Erfahrungen
Meine Geschichte begann unter besonderen Umständen.
Als Frühchen kam ich per Kaiserschnitt zur Welt und verbrachte die ersten sieben Tage meines Lebens medizinisch versorgt in einem Brutkasten, ohne Kontakt zu meiner Mutter.
Meine bewusste Geschichte begann später - mit einem Gedanken über mich selbst. Ein Gedanke, der auch bei vielen Eltern und Kindern, mit denen ich heute arbeite, zum prägenden Selbstbild wird.
Ich war etwa acht Jahre alt, als meine Mutter im Gespräch mit einem Lehrer sagte:
„Maurice ist kein Theoretiker, sondern ein Praktiker.“
Meine Mutter wollte mich mit dieser Aussage in Schutz nehmen.
Ich verstand jedoch etwas anderes: „Ich bin zu dumm.“
Dieses Gefühl war nicht neu. Schon zuvor hatte ich oft den Eindruck, anders zu sein. Ich stellte viele Fragen, dachte viel nach und wollte Dinge verstehen, die für andere keine Rolle spielten.
Nicht selten wurde ich dafür belächelt oder nicht ernst genommen.
So wurde aus dem Satz „Ich bin zu dumm“ meine innere Überzeugung.
Sie prägte mein Selbstbild, beeinflusste, wie ich lernte, was ich mir zutraute und wie ich handelte.
So formte sich meine Realität.
Nach der Grundschule wechselte ich mit Empfehlung auf ein Gymnasium mit Französisch als Unterrichtssprache.
Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich mit den Anforderungen nicht zurechtkam.
Bis dahin war mir Lernen meist zugefallen. Ich hatte nie gelernt, mir Inhalte selbst zu erarbeiten.
Der schulische Stoff und die Hausaufgaben überforderten mich.
In der sechsten Klasse musste ich auf die Realschule wechseln. Dort hatte ich plötzlich Englisch statt Französisch. Ich hinkte fachlich hinterher, auch in den anderen Fächern verschlechterten sich meine Leistungen. Schließlich musste ich das Schuljahr wiederholen.
Doch auch das brachte keine Wende. Ein wirklicher Zugang zum Lernen entstand nicht. Am Ende wechselte ich auf die Hauptschule, wo ich meinen Abschluss machte.
In dieser Zeit entwickelte ich Tics, Zwänge, Ängste und Schlafprobleme. Damals verstand ich sie nicht im Zusammenhang mit meiner Geburt oder der Schule, sondern nahm sie als weiteren Beweis dafür, dass mit mir etwas nicht stimmte. Erst viel später konnte ich einordnen, dass sie in einer Phase entstanden waren, in der ich dauerhaft überfordert war und in der mir die Möglichkeit zur Selbstregulation fehlte.
Nach dem Hauptschulabschluss arbeitete ich in unterschiedlichen Bereichen: im Stahlbau, in der CNC-Dreherei, im Garten- und Landschaftsbau, im Lager, beim Paketdienst, an der Tankstelle, später auch in der Toilettenreinigung.
Ich hatte Jobs, um Geld zu verdienen.
Irgendwann stellte sich der Gedanke ein:
„Wenn ich schon wenig verdiene, sollte ich etwas tun, das mir Freude bereitet.“
In diesem Zusammenhang erinnerte ich mich daran, dass ich mit zwölf begonnen hatte, Trompete zu spielen. Die Musik selbst machte mir Freude - ebenso der Umgang mit Jüngeren und das Unterstützen beim Üben.
Folglich entschied ich mich meinen Realschulabschluss an einer Tagesschule nachzuholen und bestand mit 1,0. Zum ersten Mal erlebte ich, dass Lernen Sinn ergab, wenn man mit Freunde an einem Ziel arbeitete.
Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass Lernen für mich lange nahezu ausschließlich über Schule definiert war und mich dadurch blockiert hatte.
Erst später begann ich, Lernen anders zu verstehen: als freiwilligen Prozess, um mir selbst näherzukommen und mich weiterzuentwickeln - auf meine eigene Art.
In dieser Zeit begann ich auch, genauer auf Menschen zu achten. Mich beschäftigte zunehmend, warum Menschen nicht immer sagen, was sie meinen, warum sie lügen oder Rollen einnehmen - und ob die Art, wie Menschen mir begegneten, etwas mit mir zu tun hatte oder mit ihnen selbst.
Mit 24 Jahren bewarb ich mich schließlich an der Musikhochschule und wurde im Rahmen einer Sonderregelung für besondere künstlerische Fähigkeiten ohne Abitur aufgenommen.
Eine prägende Erfahrung machte ich im Unterricht bei Professorin Nancy Gildner. Nach dem Vortrag eines Stückes sagte sie:
„Maurice, aus Ihnen wird einmal ein ganz hervorragender Musiker.“
Dieser Satz veränderte etwas Tiefgreifendes in mir, denn zum ersten Mal entstand in mir das Gefühl, etwas zu können und als Mensch wahrgenommen zu werden.
Ein weiterer Wendepunkt ergab sich durch die Begegnung mit der Dozentin Elke Dommisch. Sie empfahl mir, Hochsensibilität und Hochbegabung fachlich prüfen zu lassen. Beides bestätigte sich.
Diese Erkenntnis hatte weitreichende Folgen. Ich verstand, dass meine schulischen Schwierigkeiten nicht mit Ausdruck mangelnder Fähigkeit oder Intelligenz zusammenhingen, sondern damit, dass vieles, was von mir verlangt wurde, für mich keinen Sinn ergab. Lernen ohne Zusammenhang war für mich bedeutungslos.
In dieser Phase verstand ich außerdem, welche große Wirkung unsere Überzeugungen hatten. Unser Leben ist das Ergebnis unserer Gedanken - oder: „du bist, was du denkst“.
Mein Weg in die Begleitung von Kindern und Familien
Schon im ersten Semester meines pädagogischen Studiums unterrichtete ich Kinder, meist ab etwa sechs Jahren.
Im Studium selbst konnte ich mit vielen Inhalten der Vorlesungen wenig anfangen. Sie blieben theoretisch und hatten kaum Bezug zur konkreten Arbeit mit Kindern. Deshalb begann ich, Verantwortung für meinen eigenen Lernprozess zu übernehmen.
Neben dem Unterricht mit den Kindern arbeitete ich intensiv an mir selbst: mit meinem Instrument, mit meinen Denk- und Reaktionsmustern, mit Leistungsdruck und Selbstzweifeln. Die Arbeit an der Trompete verlangte Konzentration, Ausdauer und die Fähigkeit, unter Druck bei mir selbst zu bleiben - und zeigte mir zugleich meine Grenzen. Oft übte ich bis tief in die Nacht auf meinem Instrument, bis ich aufgrund von Schmerzen aufhören musste.
Trotz meines Einsatzes stellte ich fest, dass andere schneller vorankamen. Sie spielten auf einem Niveau, das mir trotz harter Arbeit schwerfiel. Manche wirkten, als müssten sie dafür kaum etwas tun.
Mir fiel auf, dass es in vielen Bereichen Menschen gab, die scheinbar mühelos herausragten. Diese Beobachtung ließ mich nicht los, und ich suchte nach einer Erklärung. Ich fand heraus, dass es nicht allein um Anstrengung ging, sondern darum, die eigenen Begabungen zu erkennen und Zugang zu ihnen zu finden.
Das stellte vieles von dem infrage, was ich aus der Schule kannte. Lernen hatte dort bedeutet, Inhalte auf Vorrat auswendig zu lernen, Noten zu sammeln und sich vergleichen zu lassen. Es ging selten darum, herauszufinden, worin jemand tatsächlich stark ist.
Vor diesem Hintergrund stellte ich mir die Frage, die für meinen weiteren Weg entscheidend wurde:
„Worin liegt meine eigentliche Stärke - unabhängig von Anstrengung?“
Ich merkte: Selbst nach wenig Schlaf, unter Druck oder Erschöpfung blieb mir eines zugänglich. Menschen zu verstehen. Zu erkennen, wie sie denken, wie sie fühlen und handeln - und warum sie an bestimmten Stellen feststecken.
Von da an begann ich, meinen Unterricht systematisch zu hinterfragen. Nach jeder Stunde stellte ich mir folgende Fragen:
- „Was habe ich gesagt?“
- „Wie hat das Kind reagiert?“
- „Was hat funktioniert / nicht funktioniert und warum?“
Ich lernte aus den Reaktionen der Kinder und Eltern. Dabei wurde mir klar: Fachwissen allein reichte nicht aus. Entscheidend war, ob ich das Gegenüber wirklich verstand.
Mit der Zeit sprach sich herum, dass ich dort weiterkam, wo andere an Grenzen stießen.
Immer häufiger arbeiteten Schüler mit mir, die bei anderen Lehrern nicht vorangekommen waren. Später wandten sich auch Kommilitonen an mich und baten mich um Rat.
Der Wendepunkt
Irgendwann wurde mir klar, dass ich mehr bewirken wollte als guten Musikunterricht zu geben.
Ich sah, wie viele Kinder mit Ängsten, Unruhe oder Rückzug zu kämpfen hatten und wie wenig Orientierung Eltern oft hatten. Mir ging es zunehmend darum, Leid zu verringern und Eltern mein Wissen weiter zu geben, mit dem sie ihre Kinder in einem komplexen und oft überfordernden Umfeld besser unterstützen können.
In diesem Zusammenhang begann ich, mit zwei Kindern aus meinem Unterricht zu arbeiten, die seit längerer Zeit unter Einschlafschwierigkeiten litten.
Intuitiv arbeitete ich mit der Vorstellungskraft, dem Visualisieren. Einige Wochen später meldeten sich beide Elternpaare unabhängig voneinander: Die Kinder schliefen wieder regelmäßig und zur gleichen Zeit ein.
Von da an verlagerte sich mein Schwerpunkt.
Das Musizieren und die Trompete traten in den Hintergrund. Ich entschied mich bewusst, meine Energie nicht länger in das Instrument zu investieren, sondern in die Arbeit mit Kindern und Eltern.
Etwa ein Jahr lang unterrichtete ich noch weiter, während ich parallel begann, meine Tätigkeit neu auszurichten. In dieser Zeit bereitete ich den Schritt in meine zweite Selbstständigkeit vor, arbeitete zunehmend mit Kindern und Eltern und ließ den reinen Instrumentalunterricht schließlich ganz hinter mir.
In diesem Prozess entstand der Kern meiner heutigen Arbeit und so entwickelte sich auch der Name meiner Brand: KraftDeinerGedanken.
Meine Arbeit
Meine Arbeit ist die Fortsetzung dessen, was sich in meinem eigenen Leben und später im Kontakt mit Kindern gezeigt hat.
Sie verbindet psychologische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit einem systemischen und biologischen Verständnis menschlicher Entwicklung sowie der Arbeit mit der Visualisierung. Maßgeblich ist dabei immer die konkrete Situation und der Mensch, der vor mir sitzt.
In der Begleitung von Kindern zeigt sich immer wieder, dass das, was als problematisches Verhalten beschrieben wird, lediglich die sichtbare Ebene darstellt. Verhalten selbst liefert keine Erklärung, sondern verweist auf Bedingungen, unter denen es entstanden ist. Dazu zählen frühe Erfahrungen, Beziehungserfahrungen und aktuelle Belastungen.
Deshalb steht für mich nicht das Verhalten im Vordergrund, sondern das Verstehen. Ich begegne Kindern nicht mit Vorgaben oder Korrekturen, sondern mit Aufmerksamkeit, Zeit und echtem Interesse an ihrer Wirklichkeit.
Veränderung entsteht dort, wo ein Kind sich verstanden fühlt und Orientierung findet.
Meine Vision
Wie wir mit Kindern sprechen, handeln und reagieren, ist maßgeblich von unserer eigenen Geschichte geprägt.
Deshalb beginnt Entwicklung bei den Erwachsenen. Wenn sie sich ihrer eigenen Prägungen bewusst werden und Verantwortung übernehmen, verlieren viele kindliche Schwierigkeiten ihre Grundlage.
„Hinterfrage deine eigenen Überzeugungen, denn die meisten entsprechen nicht der Wahrheit.“
Herzlichst,
Maurice


Mein Weg
Ich war das Kind, das glaubte, nicht gut genug zu sein.
Heute helfe ich Kindern und Eltern, ihre wahre Kraft zu entdecken.
Mit der Kraft ihrer Gedanken.
Hintergründe
Erfahrungen
Meine Geschichte begann unter besonderen Umständen.
Als Frühchen kam ich per Kaiserschnitt zur Welt und verbrachte die ersten sieben Tage meines Lebens medizinisch versorgt in einem Brutkasten, ohne Kontakt zu meiner Mutter.
Meine bewusste Geschichte begann später - mit einem Gedanken über mich selbst. Ein Gedanke, der auch bei vielen Eltern und Kindern, mit denen ich heute arbeite, zum prägenden Selbstbild wird.
Ich war etwa acht Jahre alt, als meine Mutter im Gespräch mit einem Lehrer sagte:
„Maurice ist kein Theoretiker, sondern ein Praktiker.“
Meine Mutter wollte mich mit dieser Aussage in Schutz nehmen.
Ich verstand jedoch etwas anderes: „Ich bin zu dumm.“
Dieses Gefühl war nicht neu. Schon zuvor hatte ich oft den Eindruck, anders zu sein. Ich stellte viele Fragen, dachte viel nach und wollte Dinge verstehen, die für andere keine Rolle spielten.
Nicht selten wurde ich dafür belächelt oder nicht ernst genommen.
So wurde aus dem Satz „Ich bin zu dumm“ meine innere Überzeugung.
Sie prägte mein Selbstbild, beeinflusste, wie ich lernte, was ich mir zutraute und wie ich handelte.
So formte sich meine Realität.
Nach der Grundschule wechselte ich mit Empfehlung auf ein Gymnasium mit Französisch als Unterrichtssprache.
Schon nach kurzer Zeit merkte ich, dass ich mit den Anforderungen nicht zurechtkam.
Bis dahin war mir Lernen meist zugefallen. Ich hatte nie gelernt, mir Inhalte selbst zu erarbeiten.
Der schulische Stoff und die Hausaufgaben überforderten mich.
In der sechsten Klasse musste ich auf die Realschule wechseln. Dort hatte ich plötzlich Englisch statt Französisch. Ich hinkte fachlich hinterher, auch in den anderen Fächern verschlechterten sich meine Leistungen. Schließlich musste ich das Schuljahr wiederholen.
Doch auch das brachte keine Wende. Ein wirklicher Zugang zum Lernen entstand nicht. Am Ende wechselte ich auf die Hauptschule, wo ich meinen Abschluss machte.
In dieser Zeit entwickelte ich Tics, Zwänge, Ängste und Schlafprobleme. Damals verstand ich sie nicht im Zusammenhang mit meiner Geburt oder der Schule, sondern nahm sie als weiteren Beweis dafür, dass mit mir etwas nicht stimmte. Erst viel später konnte ich einordnen, dass sie in einer Phase entstanden waren, in der ich dauerhaft überfordert war und in der mir die Möglichkeit zur Selbstregulation fehlte.
Nach dem Hauptschulabschluss arbeitete ich in unterschiedlichen Bereichen: im Stahlbau, in der CNC-Dreherei, im Garten- und Landschaftsbau, im Lager, beim Paketdienst, an der Tankstelle, später auch in der Toilettenreinigung.
Ich hatte Jobs, um Geld zu verdienen.
Irgendwann stellte sich der Gedanke ein:
„Wenn ich schon wenig verdiene, sollte ich etwas tun, das mir Freude bereitet.“
In diesem Zusammenhang erinnerte ich mich daran, dass ich mit zwölf begonnen hatte, Trompete zu spielen. Die Musik selbst machte mir Freude - ebenso der Umgang mit Jüngeren und das Unterstützen beim Üben.
Folglich entschied ich mich meinen Realschulabschluss an einer Tagesschule nachzuholen und bestand mit 1,0. Zum ersten Mal erlebte ich, dass Lernen Sinn ergab, wenn man mit Freunde an einem Ziel arbeitete.
Gleichzeitig wurde mir bewusst, dass Lernen für mich lange nahezu ausschließlich über Schule definiert war und mich dadurch blockiert hatte.
Erst später begann ich, Lernen anders zu verstehen: als freiwilligen Prozess, um mir selbst näherzukommen und mich weiterzuentwickeln - auf meine eigene Art.
In dieser Zeit begann ich auch, genauer auf Menschen zu achten. Mich beschäftigte zunehmend, warum Menschen nicht immer sagen, was sie meinen, warum sie lügen oder Rollen einnehmen - und ob die Art, wie Menschen mir begegneten, etwas mit mir zu tun hatte oder mit ihnen selbst.
Mit 24 Jahren bewarb ich mich schließlich an der Musikhochschule und wurde im Rahmen einer Sonderregelung für besondere künstlerische Fähigkeiten ohne Abitur aufgenommen.
Eine prägende Erfahrung machte ich im Unterricht bei Professorin Nancy Gildner. Nach dem Vortrag eines Stückes sagte sie:
„Maurice, aus Ihnen wird einmal ein ganz hervorragender Musiker.“
Dieser Satz veränderte etwas Tiefgreifendes in mir, denn zum ersten Mal entstand in mir das Gefühl, etwas zu können und als Mensch wahrgenommen zu werden.
Ein weiterer Wendepunkt ergab sich durch die Begegnung mit der Dozentin Elke Dommisch. Sie empfahl mir, Hochsensibilität und Hochbegabung fachlich prüfen zu lassen. Beides bestätigte sich.
Diese Erkenntnis hatte weitreichende Folgen. Ich verstand, dass meine schulischen Schwierigkeiten nicht mit Ausdruck mangelnder Fähigkeit oder Intelligenz zusammenhingen, sondern damit, dass vieles, was von mir verlangt wurde, für mich keinen Sinn ergab. Lernen ohne Zusammenhang war für mich bedeutungslos.
In dieser Phase verstand ich außerdem, welche große Wirkung unsere Überzeugungen hatten. Unser Leben ist das Ergebnis unserer Gedanken - oder: „du bist, was du denkst“.
Mein Weg in die Begleitung von Kindern und Familien
Schon im ersten Semester meines pädagogischen Studiums unterrichtete ich Kinder, meist ab etwa sechs Jahren.
Im Studium selbst konnte ich mit vielen Inhalten der Vorlesungen wenig anfangen. Sie blieben theoretisch und hatten kaum Bezug zur konkreten Arbeit mit Kindern. Deshalb begann ich, Verantwortung für meinen eigenen Lernprozess zu übernehmen.
Neben dem Unterricht mit den Kindern arbeitete ich intensiv an mir selbst: mit meinem Instrument, mit meinen Denk- und Reaktionsmustern, mit Leistungsdruck und Selbstzweifeln. Die Arbeit an der Trompete verlangte Konzentration, Ausdauer und die Fähigkeit, unter Druck bei mir selbst zu bleiben - und zeigte mir zugleich meine Grenzen. Oft übte ich bis tief in die Nacht auf meinem Instrument, bis ich aufgrund von Schmerzen aufhören musste.
Trotz meines Einsatzes stellte ich fest, dass andere schneller vorankamen. Sie spielten auf einem Niveau, das mir trotz harter Arbeit schwerfiel. Manche wirkten, als müssten sie dafür kaum etwas tun.
Mir fiel auf, dass es in vielen Bereichen Menschen gab, die scheinbar mühelos herausragten. Diese Beobachtung ließ mich nicht los, und ich suchte nach einer Erklärung. Ich fand heraus, dass es nicht allein um Anstrengung ging, sondern darum, die eigenen Begabungen zu erkennen und Zugang zu ihnen zu finden.
Das stellte vieles von dem infrage, was ich aus der Schule kannte. Lernen hatte dort bedeutet, Inhalte auf Vorrat auswendig zu lernen, Noten zu sammeln und sich vergleichen zu lassen. Es ging selten darum, herauszufinden, worin jemand tatsächlich stark ist.
Vor diesem Hintergrund stellte ich mir die Frage, die für meinen weiteren Weg entscheidend wurde:
„Worin liegt meine eigentliche Stärke - unabhängig von Anstrengung?“
Ich merkte: Selbst nach wenig Schlaf, unter Druck oder Erschöpfung blieb mir eines zugänglich. Menschen zu verstehen. Zu erkennen, wie sie denken, wie sie fühlen und handeln - und warum sie an bestimmten Stellen feststecken.
Von da an begann ich, meinen Unterricht systematisch zu hinterfragen. Nach jeder Stunde stellte ich mir folgende Fragen:
- „Was habe ich gesagt?“
- „Wie hat das Kind reagiert?“
- „Was hat funktioniert / nicht funktioniert und warum?“
Ich lernte aus den Reaktionen der Kinder und Eltern. Dabei wurde mir klar: Fachwissen allein reichte nicht aus. Entscheidend war, ob ich das Gegenüber wirklich verstand.
Mit der Zeit sprach sich herum, dass ich dort weiterkam, wo andere an Grenzen stießen.
Immer häufiger arbeiteten Schüler mit mir, die bei anderen Lehrern nicht vorangekommen waren. Später wandten sich auch Kommilitonen an mich und baten mich um Rat.
Der Wendepunkt
Irgendwann wurde mir klar, dass ich mehr bewirken wollte als guten Musikunterricht zu geben.
Ich sah, wie viele Kinder mit Ängsten, Unruhe oder Rückzug zu kämpfen hatten und wie wenig Orientierung Eltern oft hatten. Mir ging es zunehmend darum, Leid zu verringern und Eltern mein Wissen weiter zu geben, mit dem sie ihre Kinder in einem komplexen und oft überfordernden Umfeld besser unterstützen können.
In diesem Zusammenhang begann ich, mit zwei Kindern aus meinem Unterricht zu arbeiten, die seit längerer Zeit unter Einschlafschwierigkeiten litten.
Intuitiv arbeitete ich mit der Vorstellungskraft, dem Visualisieren. Einige Wochen später meldeten sich beide Elternpaare unabhängig voneinander: Die Kinder schliefen wieder regelmäßig und zur gleichen Zeit ein.
Von da an verlagerte sich mein Schwerpunkt.
Das Musizieren und die Trompete traten in den Hintergrund. Ich entschied mich bewusst, meine Energie nicht länger in das Instrument zu investieren, sondern in die Arbeit mit Kindern und Eltern.
Etwa ein Jahr lang unterrichtete ich noch weiter, während ich parallel begann, meine Tätigkeit neu auszurichten. In dieser Zeit bereitete ich den Schritt in meine zweite Selbstständigkeit vor, arbeitete zunehmend mit Kindern und Eltern und ließ den reinen Instrumentalunterricht schließlich ganz hinter mir.
In diesem Prozess entstand der Kern meiner heutigen Arbeit und so entwickelte sich auch der Name meiner Brand: KraftDeinerGedanken.
Meine Arbeit
Meine Arbeit ist die Fortsetzung dessen, was sich in meinem eigenen Leben und später im Kontakt mit Kindern gezeigt hat.
Sie verbindet psychologische und neurowissenschaftliche Erkenntnisse mit einem systemischen und biologischen Verständnis menschlicher Entwicklung sowie der Arbeit mit der Visualisierung. Maßgeblich ist dabei immer die konkrete Situation und der Mensch, der vor mir sitzt.
In der Begleitung von Kindern zeigt sich immer wieder, dass das, was als problematisches Verhalten beschrieben wird, lediglich die sichtbare Ebene darstellt. Verhalten selbst liefert keine Erklärung, sondern verweist auf Bedingungen, unter denen es entstanden ist. Dazu zählen frühe Erfahrungen, Beziehungserfahrungen und aktuelle Belastungen.
Deshalb steht für mich nicht das Verhalten im Vordergrund, sondern das Verstehen. Ich begegne Kindern nicht mit Vorgaben oder Korrekturen, sondern mit Aufmerksamkeit, Zeit und echtem Interesse an ihrer Wirklichkeit.
Veränderung entsteht dort, wo ein Kind sich verstanden fühlt und Orientierung findet.
Meine Vision
Wie wir mit Kindern sprechen, handeln und reagieren, ist maßgeblich von unserer eigenen Geschichte geprägt.
Deshalb beginnt Entwicklung bei den Erwachsenen. Wenn sie sich ihrer eigenen Prägungen bewusst werden und Verantwortung übernehmen, verlieren viele kindliche Schwierigkeiten ihre Grundlage.
„Hinterfrage deine eigenen Überzeugungen, denn die meisten entsprechen nicht der Wahrheit.“
Herzlichst,
Maurice